Shipsheip – Ecofaire Mode aus Leidenschaft

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Joana und Daniela von Shipsheip haben sich Zeit für ein Interview genommen und uns ihre persönliche Gründerstory erzählt. 🙂

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Als Modedesignerin und Theologin lag der Gedanke ein ecofaires Modelabel zu gründen relativ schnell auf der Hand. Weil es zwei Dinge, die wir lieben und von denen wir überzeugt sind, perfekt miteinander verbindet: Ethik & Ästhetik.
Wir lieben Mode, aber für deren Produktion Ausbeutung und Umweltverschmutzungen hinnehmen? Auf keinen Fall. Genauso wenig wollen wir klassische Ökomode machen, die nicht ernst genommen wird. Weil wir wissen, dass anspruchsvolles, schönes Design und ethische Prinzipien nicht nur miteinander vereinbar sind, sondern gerade erst in Kombination einen wahren Mehrwert schaffen.

Was ist das Besondere an der Idee?

Das Besondere an unserer Idee ist vielleicht das Ziel darauf hin zu arbeiten irgendwann nicht mehr besonders zu sein. Und unseren Ansatz zum Alltag zu machen. Was zunächst paradox klingt, ist relativ simpel: Denn unsere Vision liegt darin, mit dazu beizutragen ecofaire Mode selbstverständlich zu machen. Das wollen wir nicht nur durch unsere Produkte umsetzen, sondern auch durch inhaltlichen Input und unseren Anspruch, immer ein Stückchen besser zu werden. Woran man uns natürlich trotzdem von anderen Marken unterscheiden kann, ist unser eigenes Design und unsere langlebige Qualität. Außerdem hat jedes unserer Produkte einen farbigen Stich, den wir persönlich annähen.

Welche Produkte werden angeboten?

In unserer ersten Kollektion haben wir uns auf Accessoires konzentriert: Schöne, große Tücher und Schals, kleinere Halstücher, einen Kapuzenschal. Demnächst, wenn unsere Crowdfundingkampagne erfolgreich läuft, gibt es außerdem unsere ersten Cardigans!

Welche Entwicklung habt ihr bisher genommen?

Nachdem wir fleißig vorbereitet haben, quer durch Indien gereist sind und uns mit Prototypen herumgeschlagen haben, haben wir im letzten Oktober unsere erste Kollektion gelauncht. Neben unserem Onlineshop waren wir zusätzlich auf diversen Designmärkten und Ausstellungen unterwegs und sind jetzt voll mit unserer Crowdfundingkampagne beschäftigt.

Welche Philosophie steht hinter eurem Vorhaben?

Mode aus Leidenschaft, ecofaire Produktion aus Überzeugung. Ethik & Ästhetik eben.

Was ist euer bisher größter Erfolg?

Einfach gestartet zu haben. Und zu merken, dass wir mit dem alltäglichen Wahnsinn und den vielen Herausforderungen tatsächlich zurechtkommen. Es gibt tausend Gründe, seine Pläne nicht zu verwirklichen. Zu viel Risiko, zu wenig Geld, Wissenslücken, Zeitmangel, Komplikationen, Selbstzweifel – und so weiter. Den eigenen Traum umzusetzen, erfordert dann doch viel Mut und Verpflichtung. Und wir sind froh, dass wir das Ganze gewagt haben und merken, dass wir Schritt für Schritt weiter kommen.

Was sind die nächsten Schritte? Was ist für die Zukunft geplant?

Wie bereits erwähnt läuft momentan unsere Crowdfundingkampagne auf Startnext, mit der wir unsere nächste Kollektion umsetzen möchten. Dann stehen natürlich im Sommer die Messen fix auf unserem Plan, um auch mehr im B2B-Bereich zu verkaufen. Außerdem haben wir gerade ein süßes, kleines Ladenlokal im Auge, das vielleicht bald unser erster SHIPSHEIP-Laden werden könnte..

Wo habt ihr Hilfe gefunden?

Ganz klar zunächst bei Freunden und Familie, die uns klassisch mit Rat & Tat beiseite standen. Als es dann aber wirklich ernst wurde, haben wir sehr bewusst nach einem Gründungsberater gesucht und uns in Netzwerken, auf Veranstaltungen, in Social Labs und anderen wichtigen Knotenpunkten umgetrieben. Online findet man eine Menge hilfreicher Tipps, aber der Kontakt und Austausch mit anderen, die ähnliche Ziele haben oder auch schon einen Schritt weiter sind, ist unentbehrlich.

Welche Schwierigkeiten oder Hindernisse sind euch bisher begegnet?

Die bekannteste Schwierigkeit ist natürlich immer, mit kleinem Budget möglichst weit zu kommen. Insbesondere was das Marketing betrifft. Und es gibt natürlich eine Reihe von Dingen, die man noch nie im Leben gemacht hat und die man trotzdem irgendwie meistern muss. Da trifft man bisweilen auch auf Absurditäten – Verpackungsverordnungs-Lizensierungspflicht! – von denen man noch nie was gehört hat.

Wo finden wir noch mehr Infos über eure Produkte?

Auf unserer Website (shipsheip.de), aber sonst natürlich auch auf Facebook, Instagram und Twitter.

Und zu guter Letzt und ganz wichtig:
Welche Tipps könnt ihr anderen Existenzgründern geben?

Eine gesunde Mitte zwischen genügend planen und einfach machen finden. Genug Zeit für die Vorbereitung nehmen und sich regelmäßig Feedback einholen. Nicht daran verzweifeln, wenn nicht alles perfekt läuft. (Wird es nämlich fast nie. Der Vorteil: Man trainiert seine Improvisations-Skills.)
Klare Kommunikation und Aufgabenverteilung. Austausch mit anderen GründerInnen. Klare Grenzen zwischen privat und Arbeit ziehen. Erfolge gebührend feiern. Genügend frei machen. Nie vergessen, warum man das Ganze macht. Nie den Spass daran verlieren.

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